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Juli 1997
Herr
Pr”sident,
Wie
Sie wissen, habe ich, als ich das Amt des Generalsekret”rs antrat,
eine gr¸ndliche Ðberpr¸fung der Aktivit”ten der Vereinten Nationen
und der Art und Weise ihrer Durchf¸hrung in die Wege geleitet.
Ziel dieser Ðberpr¸fung war es, die Frage zu beantworten, wie
die Vereinten Nationen den Herausforderungen des neuen Jahrhunderts,
und des neuen Milleniums, wirksamer und effizienter begegnen
k–nnen. Ich freue mich, Ihnen und der Versammlung heute die
meiner Auffassung nach tiefgreifendsten und weitreichendsten
Reformen in der zweiundf¸nfzigj”hrigen Geschichte dieser Organisation
vorlegen zu k–nnen. Sie finden sich in dem als Anlage beigef¸gten
Bericht, der den Titel Erneuerung der Vereinten Nationen:
Ein Reformprogramm tr”gt.
Ich
habe an meinen Vorstellungen von einer Reform nie Zweifel gelassen
und diese stets konsequent um Ausdruck gebracht. Die Organisation
bedarf einer wesentlichen Neustrukturierung, um den Anforderungen
der internationalen Gemeinschaft besser gerecht werden zu k–nnen.
Die Durchf¸hrung der erforderlichen Ver”nderungen wird auþerdem
zu bedeutenden Steigerungen der Effizienz im administrativen
Bereich f¸hren und so in vielen, wenn auch nicht in allen F”llen
zu Einsparungen f¸hren. Diese Nettoeinsparungen aufgrund gesteigerter
Effizienz sollten wiederum der vorrangigsten Priorit”t der Vereinten
Nationen zugef¸hrt werden, n”mlich der Linderung der Armut und
der Verbesserung der Zukunftsperspektiven der Entwicklungsl”nder.
Die in dem beigef¸gten Bericht dargestellten Maþnahmen und Vorschl”ge
spiegeln diese Leitlinien wider.
Die
in dem Bericht enthaltenen Maþnahmen sind dreierlei Art. Erstens
sind dies Maþnahmen, die ich selbst in die Hand nehmen kann
und die ich auch angreifen werde; sie betreffen im wesentlichen
die Organisation und das Management des Sekretariats und der
Programme und Fonds. Ziel ist dabei nichts weniger als eine
grundlegende Ÿnderung der F¸hrungs- und Managementstruktur der
Organisation, damit sie mit gr–þerer Geschlossenheit in der
Zielverfolgung, erh–hter Koh”renz ihrer Anstrengungen und gr–þerer
Beweglichkeit an die Bew”ltigung der zahlreichen Herausforderungen
herangehen kann, die sich den Vereinten Nationen stellen. Diese
Maþnahmen sollen bei den Mitgliedstaaten zu einer Erneuerung
des Vertrauens in die Relevanz und Wirksamkeit der Organisation
f¸hren, die Moral der Mitarbeiter heben und sie mit neuem Engagement
erf¸llen.
Der
Erfolg dieses Reformprogramms erfordert ferner eine enge Partnerschaft
und Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten. Sie sind es ja,
von denen die Vereinten Nationen ihre Mandate erhalten und die
sie mit Ressourcen ausstatten. Der Bericht enth”lt daher zweitens
komplement”re Maþnahmen, die in die Zust”ndigkeit der Mitgliedstaaten
fallen. Es wird dargelegt, wie die Vorgabe der strategischen
Orientierungen f¸r die T”tigkeit der Organisation, die nur durch
die Generalversammlung erfolgen kann verbessert werden kann,
w”hrend dem Generalsekret”r das erforderliche Instrumentarium
gegeben wird, um die Zielsetzungen der erteilten Mandate m–glichst
wirksam erf¸llen zu k–nnen. Ich hoffe und vertraue darauf, daþ
die Generalversammlung die in diesem Bericht enthaltenen Vorschl”ge
auf ihrer zweiundf¸nfzigsten Tagung einer raschen und ernsthaften
Pr¸fung unterziehen wird.
Drittens
werden der Generalversammlung einige Vorschl”ge grundlegenderer
Natur zur Pr¸fung vorgelegt, die langfristig in Angriff genommen
werden k–nnten.
An
dieser Stelle m–chte ich dem Exekutivkoordinator f¸r die Reform,
Maurice Strong, und seinen kleinen, doch hochmotivierten Team
meinen Dank und meine Anerkennung f¸r ihren wichtigen Beitrag
zu den der Reformbem¸hungen aussprechen. Innerhalb von nur sechs
Monaten und mit sehr begrenzten Ressourcen haben sie gewaltige
Arbeit geleistet und bewiesen, daþ es m–glich ist, die Vereinten
Nationen von innen heraus zu reformieren. Gleichzeitig m–chte
ich den vielen anderen leitenden Mitarbeitern der Vereinten
Nationen danken, insbesondere den Mitgliedern des Lenkungsausschusses
f¸r die Reform, die so groþz¸gig ihre knapp bemessene Zeit zur
Verf¸gung gestellt haben. Schlieþlich bin ich auch dankbar f¸r
die wertvollen Vorschl”ge, die ich im Laufe des gesamten Prozesses
von den Regierungen sowie von Institutionen und Einzelpersonen
auþerhalb des Sekretariats erhalten habe, die sich alle in dem
Wunsch einig sind, daþ die Vereinten Nationen auch im bevorstehenden
Jahrhundert eine unverzichtbare Rolle spielen m–gen.
Genehmigen
Sie, Herr Pr”sident, die Versicherung meiner ausgezeichnetsten
Hochachtung.
Kofi
A. Annan
Seiner Exzellenz
Dem Pr”sidenten der Generalversammlung der Vereinten Nationen
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