UNO in Deutschland
 
Sekretariat des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD)

UNCCD
Haus Carstanjen
Martin-Luther-King-Straße 8
53175 Bonn, Germany
Tel.: +49 (0)228/ 815-2800
Fax: +49 (0)228/ 815-2898/ 99
Email: secretariat@unccd.int
Internet: http://www.unccd.int

Durch die Befestigung von Sanddünen soll in Mali wertvolles Ackerland wiedergewonnen werden.

Unter dem Begriff “Wüstenbildung” versteht man den Prozess der Verminderung der Bodenqualität in ländlichen Trockengebieten. Die Zerstörung fruchtbaren Bodens erstreckt sich auf ein Drittel der Landoberfläche der Erde. Die Existenz von über einer Milliarde Menschen in den Trockengebieten ist davon betroffen. Wüstenbildung bedeutet nicht die Folge der Vergrößerung von bereits bestehenden Wüsten.

Die Abnahme der Bodenqualität beeinträchtigt die Fruchtbarkeit des Bodens und trägt zu Nahrungsmittelknappheit, Hunger und Armut bei. Es kommt zu sozialen, wirtschaftlichen und politischen Spannungen, die nicht selten in Konflikte umschlagen, Abwanderungsprozesse auslösen und somit noch größere Armut und Bodenzerstörung verursachen. Wüstenbildung führt auch zum Verlust der biologischen Vielfalt.

Menschliche Aktivitäten und der Klimawandel sind vor allem verantwortlich für die Wüstenbildung, beispielsweise durch das Abholzen der Wälder, Überweidung oder ungeeignete landwirtschaftliche Anbaumethoden. Die Folgen sind überall auf der Welt sichtbar, in Asien, Afrika, Latein- und Nordamerika ebenso wie im Mittelmeerraum.

Im Jahre 1992 hat die internationale Gemeinschaft im Rahmen des Erdgipfels der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro den dringenden Handlungsbedarf beim Problem der Wüstenbildung anerkannt. Im Jahre 1994 wurde das Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD) angenommen und 1996 in Kraft gesetzt.

Mit 191 Ländern ist die Mitgliedschaft von UNCCD universell.

Das erklärte Ziel des Übereinkommens ist es, Wüstenbildung und die Folgen von Dürre – vor allem in Afrika – zu bekämpfen und ihre verheerenden Auswirkungen zu verringern. Nationalen Aktionsprogrammen kommt bei der Umsetzung des Vertrages eine Schlüsselrolle zu. Diese Programme wurden partnerschaftlich von Regierungen, lokalen Gemeinschaften und anderen Interessenvertretern entwickelt, um die Faktoren, die zur Wüstenbildung beitragen, zu analysieren sowie konkrete Maßnahmen gegen Wüstenbildung zu entwickeln.

Das UNCCD-Sekretariat wurde im Jahre 1999 in Bonn eingerichtet, um für das Übereinkommen einzutreten und es zu fördern. Das Sekretariat hat die Funktion eines Unterstützungsapparates für den Umsetzungsprozess des Übereinkommens. Etwa 60 Mitarbeiter helfen den Vertragsstaaten ihre Verpflichtungen aus dem Übereinkommen zu erfüllen. Vom Sekretariat werden die Tagungen der Vertragsstaatenkonferenzen und seiner Nebenorgane vorbereitet und organisiert. Es unterstützt auch Entwicklungsländer – vor allem in Afrika – bei der Zusammenfassung und Weiterleitung von Informationen, wie es vom Übereinkommen gefordert wird.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2006 zum Internationalen Jahr der Wüsten und Wüstenbildung erklärt. Das Sekretariat hat die führende Rolle für dieses Internationale Jahr inne und koordiniert eine Reihe von Aktivitäten und Initiativen um die Aufmerksamkeit auf die Wüstenbildung zu lenken und die Reaktion der internationalen Gemeinschaft zu stärken.


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UNRIC BÜRO BONN
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