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Nach dem Hurrikan: Der mühsame Wiederaufbau auf Grenada


Es geht nicht allein um Geld: Drei Monate bevor die Flutkatastrophe in Südostasien die Schlagzeilen bestimmte, wurde die Insel Grenada durch den Hurrikan Ivan zerstört. Die Weltgemeinschaft half großzügig, aber auch Monate später sind die Zerstörungen noch nicht beseitigt. Grenada ist ein Beispiel dafür, dass die internationale Gemeinschaft nach einer Naturkatastrophe langfristig Unterstützung leisten muss.

Das Thema

Die winzige Karibikinsel Grenada bietet einen Beleg dafür, wie schwierig es sein kann, internationale Hilfe tatsächlich in Wiederaufbau und Erholung umzuwandeln. Im September 2004 zog Hurrikan Ivan über die Karibik und verwüstete 80 Prozent der Infrastruktur Grenadas und zerstörte die Gewürzplantagen und Tourismusgebiete. 39 Menschen kamen ums Leben, 90 Prozent der Häuser und Wohnungen wurden zerstört. Noch immer wird auf der „Gewürzinsel“, berühmt für Muskatnüsse, Ingwer und Zimt, um den Wiederaufbau gekämpft.

Grenada war weltweit der zweitgrößte Produzent von Muskatnüssen, doch die meisten Muskatnuss-Bäume wurden von Ivan entwurzelt. „Alles kommt nur sehr langsam wieder in die Gänge“, sagt Michelle Gyles-McDonnough vom UNO-Entwicklungsprogramm (UNDP) auf Grenada.


Die Fakten

  • Ziel ist es, in diesem Jahr bis zu 1000 Häuser wieder aufzubauen. Bis zum März waren nur 23 wieder errichtet worden, 50 weitere werden momentan wieder aufgebaut. Es wird geschätzt, dass insgesamt bis zu 10.000 Häuser mit öffentlicher Hilfe wieder errichtet werden müssen.
  • Tausende Menschen sind nach der Katastrophe traumatisiert. Die psycho-sozialen Komponenten sind ein wichtiger Teil des Wiederaufbauprozesses. Die Regierung will entsprechende Unterstützungsprogramme anbieten.
  • Gute Nachrichten betreffen den Bildungsbereich: Durch internationale Hilfe konnten alle Schulen wieder geöffnet werden, die meisten Gebäude konnten zumindest provisorisch repariert werden.

Weitere Informationen:

UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA):
Gerard Gomez, Regional Disaster Response Advisor (Panama), Tel: +507 317 1748, E-mail: gomezg@un.org
United Nations Development Programme (UNDP):
Theo Gittens, Communications Officer (New York), Tel: +1 212 906 5013, E-mail: thomas.gittens@undp.org;
Michelle Gyles-McDonnough, Coordinator, UNDP Liaison Office, St. George's, Grenada, Tel: +473 439 5599, E-mail: michelle.gyles.mcdonnough@undp.org
Victor Arango, Communications Specialist, Latin America and Caribbean Region, and Private Sector and Development Issues; Tel. +1 212 906 6127, E-mail: victor.arango@undp.org


Internetadressen:

UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA):
http://www.un.org/depts/ocha/cap/grenada.html
United Nations Development Programme (UNDP):
http://www.undp.org/bcpr/disred/english/regions/latinamerica/grenada.htm#news
Relief Web: www.reliefweb.int